Die Zeit sinnvoll nutzen

8. November 2015 um 20:02 Uhr (Rückblick) ~ Drucken Drucken

Was für ein schönes Wochenende! Gestern waren wir bei einem veganen Kochkurs und konnten ein paar Anregungen mitnehmen. Ich war zum ersten Mal auf dem Stuttgarter Wochenmarkt und war begeistert von der Vielfalt. Da kann unser Mini-Wochenmarkt mit zwei Obst-/Gemüseständen im Ort echt einpacken! Heute sind wir mit dem Rad durch den Wald in den Nachbarort zum Martinsmarkt im Tennental gefahren – bei herrlichstem Wetter! Wir haben uns superleckeres Brot gekauft und uns zuhause nochmal im Garten in die Sonne gelegt <3 Ich finde, so haben wir unsere freie Zeit am Wochenende echt gut genutzt!

2015-11-08 Maikos Nase

Oft habe ich das Gefühl, meine Zeit nicht richtig zu nutzen. Ich habe eine Liste an Dingen, die ich tun möchte, und noch viel mehr Ideen, die man machen könnte. Doch die Zeit reicht scheinbar nie aus und mal ein bisschen ruhig herumliegen und entspannen geht fast nicht. Und dieser Druck, den ich mir selber aufbaue, wirkt sich tatsächlich schon in Form eines Kloßgefühl im Hals aus. Dieses Gefühl hatte ich bereits früher im Jahr, es war echt unangenehm, als ob etwas im Hals drücken würde. Der Arzt klärte mich dann auf, dass es psychische Ursachen hat, und nachdem ich mir das bewusst gemacht hatte, ging es nach ein paar Wochen zum Glück wieder weg. Seit ein paar Tagen ist es wieder zurückgekommen und obwohl ich mich selbst eigentlich nicht unter Druck fühle, setze ich mich wohl unbewusst doch selbst einem Druck aus. Daher versuche ich zur Zeit, mir den Druck zu nehmen, doch wenn man keinen offensichtlichen Auslöser sieht, ist es nicht so einfach.

Vor dem Wochenende bin ich auf Essena O’Neill und ihren neuen Blog gestoßen. Essena war ein Instagram-Star, bis sie von einem Tag auf den nächsten ihre Instagram-Karriere beendete hat und nun über das schreibt, was ihr wichtig im Leben ist: im Moment leben, die Natur, Veganismus, sich selbst ausdrücken, … – im Gegensatz zu ihrem alten Leben in dem sie sich im Vergleich zu anderen nie als gut-genug empfunden hatte. Das hat mich angeregt, mal meinen Blog-Feeder auszumisten und nur die Blogs drin zu lassen, die ich wirklich schätzen kann und die mir etwas bringen. All jene, die in mir das Gefühl auslösten, dass ich das auch machen oder erreichen müsste, habe ich rausgeschmissen. Übrig geblieben sind Blogs von Freunden (von denen die meisten eh brach liegen), ein paar Blogs mit Comics, die ich mag, und ein paar wenige Blogs, die mich inspirieren und echt gerne lese. Ich hatte einfach zu viele Blogs, durch die ich mich selbst unter Druck setzte, da ich ständig neue Ideen sammelte, was ich alles mal probieren oder tun sollte, anstatt einfach mein Leben im Moment zu leben.

Damit habe ich mir nun einen Teil des Drucks hoffentlich genommen und auch automatisch meine Zeit, die ich am Rechner verbringe, reduziert, da ich immer erst alle neuen Posts lesen muss, bis ich etwas anderes machen kann. Ich finde, ich verbringe einfach zu viel Zeit sinnlos vor dem Rechner, und so hab ich auch zahlreiche Facebook-Meldungen unterdrückt oder „unfollowed“, da ich auch hier immer alles lesen muss, um nichts zu verpassen. Blöde Angewohnheit!

Es ist ungewohnt, nicht mehr so viel Zeit vor dem Rechner verbringen zu „müssen“ und ich versuche diese Zeit nun für andere Dinge zu nutzen, z.B. um kreativ zu sein oder zu lesen. Zudem haben wir uns vorgenommen, bis zum Ende des Jahres keine Serie mehr zu schauen, da diese auch viel Zeit stehlen. Mal schauen, wie ich mit dieser Veränderung zurecht komme und ob ich sie wirklich positiv nutzen kann.

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Kommentare

  1. thiara.de ~ Bist du glücklich? sagte:

    […] Ich habe meinen ToDo-Listen-Wahn reduziert und versuche, die Zeit, die ich am Rechner vergammel, zu reduzieren. Mir hat es auch ziemlich geholfen, zu wissen, dass ich Hochsensibel bin, da ich mit diesem […]

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