Höhlentour durch die Falkensteiner Höhle

12. Oktober 2015 um 18:50 Uhr (Reisen und Ausflüge) ~ Drucken Drucken

Am Samstag löste Schatzi seinen Gutschein ein: eine Höhlentour. Wir hatten uns für die Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb entschieden. Gemeinsam mit einem Guide, meiner Freundin, ihrem Vater und zwei Freunden trafen wir uns nachmittags vor der Höhle. Zunächst mussten wir uns Ganzkörper-Neoprenanzüge anziehen. Ein wenig komisch war es schon, bei 12 Grad auf einem Parkplatz im Wald direkt neben einer Straße im Bikini zu stehen, um sich Tauchanzüge und Gummistiefel anzuziehen 😀

2015-10-12 Hoehle1

Auf dem Weg zum Eingang erzählte uns unser Guide ein paar Dinge über die Höhle und dann ging’s auch schon ins Dunkle. Die Tour führte uns etwa 500 Meter weit in die Höhle hinein, über größere und kleinere Steine und durch den Fluß, der in der Höhle fließt. Meist ging uns das Wasser nur bis zur Wade, teilweise aber auch bis zur Brust.

Da es sich um eine Sinnestour handelte, durften wir auch zwischendrin alleine weiterlaufen. Eine andere Übung war, dass jeder sich alleine in einen Abschnitt der Höhle setzte, die Lampe ausschaltete und etwa zehn Minuten die Dunkelheit auf sich wirken ließ und den Geräuschen zuhörte. So eine Höhle ist ganz schön laut mit all dem Plätschern und Tropfen. Außerdem hatte ich das Geühl, die anderen immernoch murmeln zu hören. Seltsamerweise war mein erster Gedanke, sobald es stockdunkel war, die Furcht, dass vielleicht ein Tier aus dem Dunkeln auftauchen könnte, obwohl da unten außer Insekten und kleinen Krebsen höchstens Fledermäuse leben – und vor denen hab ich keine Angst.

2015-10-12 Hoehle2

Schön mit anzusehen war es, als dann das Licht von den anderen mich wieder einholte. Unsere Tour führte uns so weit in die Höhle hinein, dass wir an eine Stelle kamen, an der wir fast tauchen müssten, wenn wir weitergehen wollten. Ohne die entsprechende Ausrüstung machten wir das natürlich nicht, aber jeder Einzelne (der wollte) durfte sich auf dem Rücken aufs Wasser legen und vom Guide in den Gang hineinschieben lassen. Dabei war meine Nase etwa 5 cm von der Decke entfernt und ich spürte deutlich, dass Panik in mir aufkam, die ich bewusst unterdrücken musste. Zudem lief das Wasser bei der Aktion auch in die Ärmel und 8 Grad sind doch echt fies kalt! 😀 Kurz bevor ich wieder zurückgeholt wurde, konnte ich noch einen Blick auf den wieder größer werdenden Raum dahinter erhaschen.

2015-10-12 Hoehle3

Am Ende der Tour schalteten wir alle unsere Lampen aus und ertasteten uns den restlichen Weg hinaus aus der Höhle. Solange man links oder rechts Fels zur Orientierung hat, geht das, aber ganz ohne ist das gar nicht so einfach, vor allem, wenn der Boden uneben ist, man ab und zu tiefer in das Wasser tritt und die Decke teilweise niedriger wird, so dass man sich ducken muss. Aber wir haben es alle hinaus geschafft 😉 Und dann wieder die Farben des Waldes zu sehen, hat was.

Uns allen hat die Tour sehr gut gefallen. Mal schauen, ob ich in Zukunft noch einmal so etwas mache, vielleicht mit schwimmen oder, wie Schatzi es gerne hätte, mit abseilen und klettern.

2015-10-12 Hoehle4

Gestern Abend haben wir uns dann noch den dazu passenden Film angeschaut: The Descent. In diesem Horrorfilm geht es um fünf Freundinnen, die eine Höhle erkunden, und wie ihr euch sicher vorstellen könnt, endet das ganze nicht so glücklich. Auch wenn ich über einige Szenen, die eigentlich Angst einjagen sollten, echt nur lachen konnte ^^, war es gut, dass ich mir den Film erst danach angeschaut hab. Sonst wär mir die Meditation im Dunkeln doch unheimlich geworden! 😀

~ Permalink ~ Trackback ~

Kommentare

  1. thiara.de ~ Rückblick 2015 sagte:

    […] häufig spazieren, ob auf dem Feld oder im Wald im Ort, im Schönbuch, im Schwarzwald oder in einer Höhle. Zu Weihnachten gab’s jetzt eine Kletter-Ausrüstung und so steht den nächsten Touren dieses […]

Einen Kommentar hinterlassen