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Sushischalen als Gastgeschenke

WeddingWednesday3

Ich finde, das Gastgeschenk war eines der Highlights unserer Hochzeit. Passend zu unserem Hochzeitsthema „Japan“ bzw. „Kirschblüten“ haben wir Sushi-Schalen mit selbstgemachtem Süßigkeiten-Sushi befüllt. Inspiriert wurden wir durch Kerzen in Form von Sushi, die mir meine Mum einmal geschenkt hatte.

Das Sushi bestand aus Süßigkeiten (Marshmallows, Winegum, saure Bänder, Haselnusskrokant, Kuchenglasur, Apfelschnüre und saure Bohnen), japanischem Pflaumenwein in Schraubfläschchen, einer Banderole mit dem Namen des jeweiligen Gasts und einem Paar Essstäbchen .

2015-02-18 Gastgeschenk Sushischale

Ziemlich frühzeitig in der Hochzeitsplanung haben wir eine Probe-Sushischale hergestellt. Hierfür sind wir einmal durch den Süßigkeiten-Tunnel [1] in einem großen Einkaufsladen in Stuttgart durchgelaufen und haben alles mitgenommen, was nach Sushi-Zutaten aussah. Diesen Tunnel habe ich schon als Kind geliebt – ein Gang mitten im Breuningerland mit allerlei bunten, losen Süßwaren, die nur darauf warten, ausgewählt und in die Tüte gepackt zu werden!

2015-02-18 Probeschale

Das Zeitraubenste war die Suche nach den passenden Sushischalen. Kurz nach der Herstellung des Prototypen hatte ich einen Anbieter gefunden, der 100 Schalen für nur 16 Euro verkaufte – sehr günstig und dann auch noch in einer passenden Menge, denn normalerweise werden die Schalen in 1000er-Packs verkauft. Als ich die Schalen dann ordern wollte, wurde meine Anfrage danach einfach ignoriert. Ein bisschen später standen dann auf der Website nur noch 1000er-Packungen zur Auswahl. Also ging die Suche weiter und ich verzweifelte schon beinahe, bis ich endlich einen Shop [2] fand, bei dem die Schalen zwar etwas teuerer waren, man aber die Anzahl selber bestimmen konnte. Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich ich in dem Moment war! 😀

2015-02-18 Sushischalen-Inhalt

Einfacher war da die Suche nach den kleinen Fläschchen, denn ich hatte bereits zuvor online Mini-Fläschchen für Sand aus dem Urlaub gekauft. Und so kannte ich den Shop bereits und fand dort auch die passenden Schraubfläschchen [3] für den Pflaumenwein, inkl. Deckel und Schrumpfkapseln. Den Pflaumenwein hatten wir in einem Asia-Laden entdeckt. Als wir ihn dann für unsere Gastgeschenke kaufen wollten, gab es nur noch eine kleine Flasche und die Verkäuferin wusste auch nicht, ob oder wann wieder neue Flaschen geliefert werden würden. Aber zum Glück wurden wir auch hier online fündig. Das Abfüllen war dann eher eine Frage der Geduld. Mithilfe einer an einen Trichter geklebten Pipette füllten wir um die 2 1/2 Liter Pflaumenwein in die kleinen Fläschchen. Jedes Fläschchen erhielt einen Aufkleber und eine Schrumpfkapsel, die mit dem Fön und ein bisschen Übung in Form gebracht wurde.

2015-02-18 Flaeschchen

Die Herstellung des Sushi ging ziemlich flott. Nachdem wir für den erste Prototyp mehrere Stunden gebraucht hatten, hatte ich zuerst ein wenig Panik, dass wir uns in der Zeit verkalkulieren und das Gastgeschenk nicht rechtzeitig zur Feier fertig bekommen würden. Zwar konnten wir schon die Fläschchen und die Banderole vorbereiten, doch die Süßigkeiten wollten wir nicht wochenlang herumgammeln lassen und konnten daher das Sushi erst kurz vor der Hochzeit herstellen. Dank tatkräftiger Unterstützung meiner Mum hatten wir die Schalen dann aber schneller als erwartet fertig.

2015-02-18 Herstellung Sushischalen

Wahnsinn, was wir da an Süßigkeiten verarbeiteten. An der Kasse wurden wir schon etwas seltsam angeguckt, weil wir massenweise Süßwarenpackungen kauften. Aber um die 80 Schalten wollten nun mal befüllt werden.

2015-02-18 Sushi

Auf den Banderolen stand übrigens der Name des jeweiligen Gasts in lateinischem und japanischem Alphabet (Katakana [4]). Ausgedruckt wurden sie auf normalem Druckpapier, um die Schale gewickelt und mit Klebestreifen festgeklebt. Die Stäbchen fand ich sehr günstig im 5er-Pack im Asia-Laden und sie sehen trotz des echt niedrigen Preises sehr hübsch aus.

2015-02-18 Sushischalen

Die Sushischalen waren nicht nur Gastgeschenk, sondern auch Namenskarte. Ich denke, sie kamen gut an, denn nach der Feier haben wir schon viele leere Schalen entsorgt. Einige Gäste nahmen ihre Schale auch mit, weil sie sie zu Schade zum Schnell-Wegessen fanden. 🙂 Auch wenn das Geschenk wegen der Marshmallows weder vegan, noch vegetarisch war, hab ich trotzdem mal probiert und finde, dass es echt lecker schmeckt – hübsch sah’s allemal aus!