Eine Kutsche für die Braut

17. Dezember 2014 um 20:24 Uhr (Hochzeit) ~ Drucken Drucken

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Ein typischer Mädchentraum: mit der Kutsche zur Hochzeit. Auch ich hatte diese Vorstellung. Mit Autos kann ich nichts anfangen und die Ankunft mit dem Fallschirm war logistisch nicht möglich – wir hatten ernsthaft darüber nachgedacht!

Es war allerdings gar nicht so einfach eine Kutsche aufzutreiben. Der Anbieter von der schwäbischen Alb war einfach zu weit weg (das hätte allein 100 Euro für die Anfahrt gekostet oO und den Pferden wollte ich das auch nicht antun), die Reit- und Fahrvereine in der Gegend bieten keine Kutschenfahrten an, … zum Glück fand ich dann tatsächlich einen Anbieter in der Nähe unserer Location.

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Leider war es nicht möglich, von Zuhause aus mit der Kutsche zu fahren. Das hätte um die drei Stunden gedauert, außerdem liegt die Location im Tal, so dass die Abfahrt für die Pferde wahrscheinlich zu steil gewesen wäre. Daher starteten wir im Nachbarort und fuhren dann gemütlich ein Nebensträßlein eintlang, so dass wir keine Autos um uns herum hatten. Am Ende ging es dann noch ein Stück durch den Wald und schließlich auf den Rasen inmitten eines alten Klosters.

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Wir hatten ziemlich Glück, denn bei der Fahrt zum Treffpunkt nieselte es noch, aber sobald wir zur Kutsche kamen hörte der Regen auf und die Wolken ließen später sogar die Sonne durchscheinen. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich deswegen war, denn unser Sektempfang sollte draußen stattfinden und er hielt noch eine Überraschung bereit, die bei Regen auch nicht möglich gewesen wär … (dazu aber in einem späteren Post mehr)

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Die Kutschendeko haben wir – wie so vieles andere auch – selber gemacht. Am liebsten hätte ich natürlich eine üppige Blumenpracht gehabt, aber habt ihr mal geschaut, wie teuer so etwas ist? Nur für die Blumen hätten wir über 170 Euro zahlen sollen! Und das, obwohl die Dekoration gerade mal eine Stunde verwendet wird. Also haben wir Pompoms aus Seidenpapier gemacht, Kostenpunkt: ein paar Euro. Als Basis haben wir eine längs halbierte Rohrisolierung verwendet :D, mit Satin bezogen und noch ein paar Schleifenbänder drangehängt. An der Rückseite der Kutsche konnten wir die Just Married-Wimpelkette von der Autodeko wiederverwenden.

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Hab ich euch schonmal erzählt, dass ich Pferde liebe? Daher gab’s für die beiden Rösser natürlich ein paar Streicheleinheiten! Und wer jetzt meint, dass das doch nicht zum vegan-sein passt, da Tiere nicht genutzt werden sollen: Für mich ist die Nutzung von Pferden vertretbar, solange sie gut gehalten werden. Eine Kutsche im Stadtverkehr einer Großstadt würde ich nie nutzen, aber Kutschpferde, die gelegentlich vorgespannt werden und über ruhige Straßen auf dem Land ziehen, ist meiner Meinung nach ok.

Also ich finde, der Aufwand für die Suche nach einer Kutsche, für die Suche nach passender Deko und die Herstellung desser, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es war ein schönes Gefühl rausgeputzt, mit meinem Schatzi neben mir, von zwei Pferden durch den Schwarzwald gezogen und am Ende inmitten einer Klosterruine von all unseren Gästen begrüßt zu werden!

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