Das Zeitalter des Plastiks

16. Januar 2014 um 19:30 Uhr (Herausforderungen) ~ Drucken Drucken

12in2014-Welt_verbessern

Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, welche Unmengen an Plastik und anderen Kunststoffen uns täglich umgeben? Im Rahmen des Punktes „Welt verbessern“ habe ich mir mal ein bisschen darüber Gedanken gemacht und versucht, darauf zu achten, wo wir überall Plastik verwenden. Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass es viel mehr ist, als ich bisher wahrgenommen hatte. Mir war klar, dass wir viel Plastik verwenden, aber dass es so viel ist, hätte ich nicht gedacht. Und wenn man gezielt darauf achtet, fällt es einem überall auf!

Fast jedes Ding, das man so im Alltag kauft, ist in Plastik verpackt, manchmal sogar doppelt und dreifach! Sogar die Bananen! Ich versuche mittlerweile Obst und Gemüse ohne zusätzliche Plastiktüte zu kaufen, aber das klappt im Supermarkt leider nicht immer, vor allem wenn man z.B. viele kleine Früchte kauft. Beim normalen Shopping funktioniert das schon besser. Wie selbstverständlich bekommt man bei jeder Kasse einen Plastiktüte. Ich habe bisher schon immer wieder diese Tüten abgelehnt, aber meistens brauchte ich doch die erste der Shoppingtour, da ich eine eigene Tasche vergessen hatte. Nun will ich versuchen, konsequent beim Einkaufen eine eigene Tasche mitzunehmen, so dass ich überhaupt keine Einwegtüten mehr verwenden muss. In diesem Jahr hat das bisher schon geklappt, auch wenn die Kassiererinnen teilweise zu schnell waren, dann mussten sie die Ware eben wieder auspacken!

Früher habe ich immer Leitungswasser zuhause getrunken, einfach weil ich zu faul war, Wasserflaschen zu schleppen. In meiner neuen Wohnung hatte ich dann damit angefangen, weil das Wasser aus der Leitung komisch schmeckte. Da ich aber nicht genau weiß, ob sich Stoffe aus den Plastikflaschen lösen und in das Wasser übergehen, und da es doch eigentlich Wahnsinn ist, so viele Flaschen zu verbrauchen, bin ich doch wieder auf das Leitungswasser umgestiegen. (Und der komische Geschmack verschwindet, wenn man das Wasser ein wenig laufen lässt.) Im Geschäft fülle ich mir mein Glas direkt am Wasserhahn auf und für unterwegs, vor allem fürs Zumba, habe ich mir nun Emil, die Glasflasche, gekauft – in rot mit Punkten! 😀

In vielen anderen Bereichen weiß ich (noch) nicht, wie man Plastik verhindern oder umgehen könnte. Zudem ist Plastik nicht immer ersichtlich. So gibt es tatsächlich Nano-Plastik in Kosmetika und sogar Milch und Honig! Mehr dazu in einem Beitrag von nano. Diese Nano-Partikel gelangen dann ins Wasser und in die Lebewesen. Welche Auswirkungen das hat, weiß noch niemand so genau.

Schrecklich sind zudem die Plastikabfälle, die sich in den Meeren sammeln und fast schon eigene Kontinente aus Plastik bilden. Leider zersetzt sich Plastik nicht, sondern wird durch die Umwelteinflüsse nur immer kleiner und feiner zerrieben. Forscher haben Sandproben von 20 verschiedenen Stränden auf der ganzen Welt untersucht und in jeder einzelnen Probe mikroskopisch kleine Plastikkörnchen gefunden. Fische nehmen diese Teilchen zu sich und Vögel verenden, weil sie Plastikteile mit Futter verwechselten, welches sich in ihrem Magen anreicherte, bis sie nichts anderes mehr fressen konnten.

Es wird dringend Zeit, dass die Menschen sich dieses Problems annehmen, aber ich befürchte, dass wir einfach alle irgendwann im Plastikmüll ersticken …

~ Mehr zu 12 in 2014 und meine persönliche Liste ~

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Kommentare

  1. thiara.de ~ 12 in 2014 – Januar sagte:

    […] Beginn habe ich eine SOS-Patenschaft übernommen. Darüber hinaus habe ich mir Gedanken über das allgegenwärtige Plastik gemacht und mir aus diesem Grund auch Emil die Flasche gekauft. Bei allen Einkäufen habe ich es […]

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