Und schon ist’s vorbei

25. Dezember 2014 um 17:45 Uhr (Persönliches) ~ Drucken Drucken

Und schon ist alles wieder vorbei … Nach tagelanger Vorbereitung verging Weihnachten bei uns gestern wie im Flug! Wie letztes Jahr haben wir auch dieses Jahr unsere Familien eingeladen, um gemeinsam zu feiern. Allerdings sollte es dieses Mal kein Racelette geben (was in der Vorbereitung ja ziemlich einfach ist) – nein, ich habe mir in den Kopf gesetzt, ein veganes Menü für 10 Personen zu kochen.

Mal davon abgesehen, dass ich gar nicht so große Töpfe habe, habe ich noch nie für so viele Menschen gleichzeitig gekocht! (Bei den Töpfen konnte mir meine Mum zum Glück aushelfen ;) )

2014-12-25 Baum1

Beim Menü war das Buch La Veganista hilfreich, denn dort fand ich die Rezepte für Linsenbraten, Kartoffelklöße und Apfelrotkraut, die man bereits am Tag zuvor vorbereiten konnte, so dass ich vor dem Essen nur noch etwa eine Stunde brauchte, um alles fertig zu kochen. Der Linsenbraten ist einfach lecker! Ich war ja erst skeptisch, hatte ihn aber vorsichtshalber letztes Wochenende ausprobiert und meine Freundin spielte Versuchkaninchen ;) Nur bei den Klößen muss ich noch etwas üben …

2014-12-25 Linsenbraten

Ich find es toll, dass wir tatsächlich ein veganes Weihnachtsmenü hatten. (Ob das die Großeltern so gut fanden, dass es keinen echten Braten gab, weiß ich nicht. Sie haben zumindest brav aufgegessen ^^) Die braune Soße fand ich bei uns im Supermarkt – ein Glück, denn ich liebe Klöße mit Soße! :D Als Nachtisch gab es Grießpudding mit heißen Himbeeren und selbstgemachtem Amaretto-Sirup (von Schatzi, superlecker!).

Vor dem Abendessen gab es Nachmittags noch selbstgebackende Plätzchen und eine Panettone, ein italieniches Hefeteiggebäck. Leider war der Kuchen nicht ganz durch, aber lecker war er trotzdem! :) Sowohl die Plätzchen- als auch das Panettone-Rezepte stammen aus dem Buch Vegan X-Mas.

2014-12-25 Panettone

Früher habe ich den Weihnachtsbaum immer erst an Heiligabend aufgestellt, dieses Jahr wurde er aber bereits am 4. Advent aufgestellt und geschmückt. Und sobald die ersten Geschenke fertig und verpackt waren, kamen sie unter den Baum. Ich finde das viel schöner und auch geschickter, da am 24. meist doch keine Zeit fürs Schmücken bleibt. Letztes Jahr mussten da dann sogar meine Gäste helfen :D

2014-12-25 Baum2

Dieses Jahr habe ich es tatsächlich geschafft, dass fast alles fertig war, als die ersten Gäste eintrudelten. Und so wuchs der Geschenkeberg um den kleinen Baum immer weiter. Dieses Jahr haben Schatzi und ich einen sehr großen Teil der Geschenke selber gemacht. Wir haben Pesto, Chai-Sirup und Energiebällchen hergestellt, ich hab zwei Kuscheltiere gehäkelt, ein Utensilo und eine Tragetasche genäht, und einen Kakapo vektorisiert. Einiges davon werde ich euch in den nächsten Tagen auch noch zeigen …

2014-12-25 Geschenke

Selber habe ich viele tolle Geschenk von meiner Familie und meinen Freunden erhalten: eine selbstgebaute Miniatur-Massageliege von meinem verrückten Schatzi <3, zwei Massage-Gutscheine, Haarseife und Chai-Tee, Brettspiele, ein Handtuch, die komplette Serie Elfenlied, Duschgel und Reinigungsmilch im selbstbedruckten Beutelchen, Süßes, Geld, ein Back- und ein Kochbuch, Deocreme, Kokosöl, wiederverwendbare Abschminkpads, Gewürze, Mini-Holzlöffelchen und ein Teller exotische Früchte und Streichcremes.

2014-12-25 Massageliege

Ich freue mich sehr über all die tollen Geschenke und bis auf eine Schokolade und eine Packung Pralinen von den Großeltern waren alle vegan.

Weihnachten insgesamt war dieses Jahr echt schön, alles hat geklappt, für unser Festessen musste kein Tier leiden, die Wohnung ist auch schon fast wieder komplett aufgeräumt – ich bin sehr zufrieden! :]

2014-12-25 Fruechte

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Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2014 um 8:45 Uhr (Persönliches) ~ Drucken Drucken

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten! Xmas Smiley

2014-12-24 Kekse

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Going out! – Ein Versuch

23. Dezember 2014 um 11:33 Uhr (Herausforderungen) ~ Drucken Drucken

12in2014-Frischluft

Ohje, ich bin so kläglich gescheitert an der Going out!-Woche, die Sari veranstaltet hat.

Dieses Projekt soll dazu anregen wenigstens eine Woche jeden Monat mal jeden Tag vor die Tür zu gehen, raus an die frische Luft, vielleicht sogar ohne bestimmtes Ziel.

Ohne Ziel ging bei mir irgendwie schonmal gar nicht. Montag bin ich zum Marktplatz, um Fotos vom Weihnachtsbaum und den geschmückten Häusern zu machen, Dienstag zum Supermarkt, um noch kurz etwas einzukaufen. Mittwoch kam ich nicht dazu und Donnerstag war ich dann “nur” joggen. Die restlichen Tage habe ich es schon nicht mehr geschafft. -_-

2014-12-23 GoingOut1

2014-12-23 GoingOut3

2014-12-23 GoingOut2

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Rückblick 51/2014

21. Dezember 2014 um 21:05 Uhr (Rückblick) ~ Drucken Drucken

2014-12-21 WeeklyMe

Weekly me: Die Woche stand ganz im Zeichen der Geschenke-Produktion. Montag und Dienstag waren wir komplett damit beschäftigt. Mittwoch habe ich Weihnachtskarten und Fensterdeko gebastelt und wir waren mit Schatzis Großeltern in Die Pinguine aus Madagascar. Donnerstag waren wir dann wieder mit Geschenken beschäftigt, außerdem wurde ich zeitweise aus der Wohnung verbannt, damit Schatzi ungestört werkeln konnte ^^ Die Zeit nutzte ich, um meine Mutter zu besuchen. Freitag gab es ein vorweihnachtliches Treffen bei Schatzis Großeltern mit Racelette (für mich halt ohne Käse ^^) und schon ein paar Geschenken. Samstag habe ich gebacken und Sonntag kam meine Freundin vorbei, wir haben das Weihnachtsessen ausprobiert, den Baum geschmückt und bisschen Serie angeschaut.

Schönes: Überraschenderweise ein Dankeschön in Form eines Amazon-Gutscheins für einen Vorschlag in meiner Firma erhalten, nach fast zwei Monaten eine Bestellung aus China erhalten – ich hatte sie fast schon abgeschrieben, aufgeräumte Wohnung am Sonntag nachdem sie die Woche über im (kreativen?) Chaos versank, geschmückter Weihnachtsbaum unter dem schon ein paar Geschenke liegen, fast alle Weihnachtsgeschenke sind fertig :)

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Vorschaubilder

19. Dezember 2014 um 13:09 Uhr (Website) ~ Drucken Drucken

Wahnsinn, endlich bin ich durch. Womit fragt ihr euch? Ich bin alle Blogposts durchgegangen und habe für jeden ein Vorschaubild angegeben und gleichzeitig alle Bilder in einen anderen Ordner verschoben. (Die lagen bisher nämlich in einem Ordner namens “smileys” ^^) Bei fast 800 Posts habe ich jetzt mehrere Monate dran gesessen – auch weil die Arbeit nicht so spannend ist und ich zeitweise so gar keine Lust drauf hatte :D

Und wozu das Ganze? Vor ein paar Monaten habe ich das WordPress-Plugin YARPP (Yet Another Related Posts Plugin) installiert, das am Ende eines Blogposts ähnliche Posts mit Bildchen auflistet.

2014-12-19 Aehnliche Posts

Außerdem habe ich die Suchergebnisseite erweitert, so dass die kleinen Bildchen in der Suche neben den einzelnen Suchergebnissen angezeigt werden.

2014-12-19 Suche

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Weihnachtskarten 2014

18. Dezember 2014 um 9:56 Uhr (Herausforderungen, Karten) ~ Drucken Drucken

12in2014-DIY

Wie jedes Jahr habe ich auch dieses Jahr ein paar Weihnachtskarten gebastelt.

Beim Kramen in meinem Sammelsurium fand ich vor kurzem diese kleinen Sternchen und wollte damit unbedingt eine Schüttelkarte machen. Schütteln kann man sie leider nicht bzw. es passiert nicht viel, da ich die Lagen zu gut zusammengeklebt habe, so dass kein Platz für die Bewegungen der Sternchen bleibt. Nächstes Mal weiß ich es besser ;)

2014-12-18 Karte1

Die Sternchen habe ich dann gleich noch für eine zweite Karte genutzt, weil sie so niedlich sind! :D

2014-12-18 Karte2

Für die dritte Karte nutzte ich wiederverwendetes Geschenkpapier, weil ich das kleine Vögelchen so niedlich finde! ;)

2014-12-18 Karte3

Das Kartenbasteln verbraucht zwar immer einiges an Zeit, aber es macht wirklich Spaß zu sehen, wie sich die Karten entwickeln. Meistens habe ich, wenn ich mit einer Karte anfange, noch keine genaue Vorstellung, was am Ende rauskommt. Umso mehr freue ich mich am Ende die fertige Karte in Händen zu halten.

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Eine Kutsche für die Braut

17. Dezember 2014 um 20:24 Uhr (Hochzeit) ~ Drucken Drucken

WeddingWednesday3

Ein typischer Mädchentraum: mit der Kutsche zur Hochzeit. Auch ich hatte diese Vorstellung. Mit Autos kann ich nichts anfangen und die Ankunft mit dem Fallschirm war logistisch nicht möglich – wir hatten ernsthaft darüber nachgedacht!

Es war allerdings gar nicht so einfach eine Kutsche aufzutreiben. Der Anbieter von der schwäbischen Alb war einfach zu weit weg (das hätte allein 100 Euro für die Anfahrt gekostet oO und den Pferden wollte ich das auch nicht antun), die Reit- und Fahrvereine in der Gegend bieten keine Kutschenfahrten an, … zum Glück fand ich dann tatsächlich einen Anbieter in der Nähe unserer Location.

2014-12-17 Kutsche2

Leider war es nicht möglich, von Zuhause aus mit der Kutsche zu fahren. Das hätte um die drei Stunden gedauert, außerdem liegt die Location im Tal, so dass die Abfahrt für die Pferde wahrscheinlich zu steil gewesen wäre. Daher starteten wir im Nachbarort und fuhren dann gemütlich ein Nebensträßlein eintlang, so dass wir keine Autos um uns herum hatten. Am Ende ging es dann noch ein Stück durch den Wald und schließlich auf den Rasen inmitten eines alten Klosters.

2014-12-17 Kutsche1

Wir hatten ziemlich Glück, denn bei der Fahrt zum Treffpunkt nieselte es noch, aber sobald wir zur Kutsche kamen hörte der Regen auf und die Wolken ließen später sogar die Sonne durchscheinen. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich deswegen war, denn unser Sektempfang sollte draußen stattfinden und er hielt noch eine Überraschung bereit, die bei Regen auch nicht möglich gewesen wär … (dazu aber in einem späteren Post mehr)

2014-12-17 Kutschendeko

Die Kutschendeko haben wir – wie so vieles andere auch – selber gemacht. Am liebsten hätte ich natürlich eine üppige Blumenpracht gehabt, aber habt ihr mal geschaut, wie teuer so etwas ist? Nur für die Blumen hätten wir über 170 Euro zahlen sollen! Und das, obwohl die Dekoration gerade mal eine Stunde verwendet wird. Also haben wir Pompoms aus Seidenpapier gemacht, Kostenpunkt: ein paar Euro. Als Basis haben wir eine längs halbierte Rohrisolierung verwendet :D, mit Satin bezogen und noch ein paar Schleifenbänder drangehängt. An der Rückseite der Kutsche konnten wir die Just Married-Wimpelkette von der Autodeko wiederverwenden.

2014-12-17 Pferde

Hab ich euch schonmal erzählt, dass ich Pferde liebe? Daher gab’s für die beiden Rösser natürlich ein paar Streicheleinheiten! Und wer jetzt meint, dass das doch nicht zum vegan-sein passt, da Tiere nicht genutzt werden sollen: Für mich ist die Nutzung von Pferden vertretbar, solange sie gut gehalten werden. Eine Kutsche im Stadtverkehr einer Großstadt würde ich nie nutzen, aber Kutschpferde, die gelegentlich vorgespannt werden und über ruhige Straßen auf dem Land ziehen, ist meiner Meinung nach ok.

Also ich finde, der Aufwand für die Suche nach einer Kutsche, für die Suche nach passender Deko und die Herstellung desser, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es war ein schönes Gefühl rausgeputzt, mit meinem Schatzi neben mir, von zwei Pferden durch den Schwarzwald gezogen und am Ende inmitten einer Klosterruine von all unseren Gästen begrüßt zu werden!

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Rückblick 50/2014

15. Dezember 2014 um 18:57 Uhr (Rückblick) ~ Drucken Drucken

2014-12-15 WeeklyMe

Weekly me: Mein Urlaub startete mit einem geschäftigen Montag. Morgens backte ich einen Kuchen, mit dem ich dann Mittags in meine Firma fuhr, um Laptop, Handy und Bücher abzugeben und mich von meinen Kollegen zu verabscheiden. Danach besuchte ich eine Freundin, um sie um ein paar Dinge zu erleichtern, da sie ins Ausland zieht. Am Dienstag musste ich im Krankenhaus meine Lunge erneut röntgen lassen, um sicher zu gehen, dass die Lungenentzündung, die vor zwei Wochen vermutet wurde, ausgeheilt war. Lunge sieht gut aus, nur meine Wirbelsäule ist schief oO Nachmittags hab ich dann meine Sockenschlange genäht. Am Donnerstag war unsere letzte Yoga-Stunde für dieses Jahr. Samstag kauften wir unseren Weihnachtsbaum, besuchten eine Freundin in ihrer neuen Wohnung, aßen beim Vapiano und verbrachten noch ein paar Stunden mit einkaufen. Am Sonntag besuchte ich meine Freundin zum Häkeln und Quatschen. Das knuffige Schaf oben im Bild hat sie währenddessen fertig gestellt.

Schönes: Urlaub, ein paar Dinge erledigt (z.B. das Fotobuch für unsere Flitterwochen), bissle Online-Shopping ^^, ein Abschiedsgeschenk von meinen Kollegen bekommen (damit hatte ich gar nicht gerechnet …), leckere Kekse, zwar kein Bio-Weihnachtsbaum bekommen, dafür aber einen, der nicht so weit gereist ist, ein paar schöne Filme bei Netflix angeschaut.

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Vom Socken zur Schlange

11. Dezember 2014 um 12:23 Uhr (Herausforderungen, Nähen) ~ Drucken Drucken

12in2014-Naehen

In den letzten Monaten habe ich einen ganzen Haufen kaputter Socken gesammelt. Allerdings hatten die wenigsten Löcher, viel häufiger war der Bund ausgeleiert und ich kann es absolut nicht leiden, wenn Socken – vor allem Kniestrümpfe – rutschen! Wegwerfen wollte ich sie aber auch nicht und so habe ich sie gesammelt bis ich die Anleitung für eine Sockenschlange im Internet fand.

2014-12-11 Sockenschlange2

Etwa ein Viertel der aussortierten Socken wurden nun zur Schlange, die jetzt brav vor der Balkontür im Schlafzimmer liegt und die fiese kalte Zugluft draußen hält. Am liebsten würde ich noch mehr Schlangen nähen, das macht irgendwie Spaß! Aber so viele Türen haben wir hier gar nicht …

2014-12-11 Sockenschlange1

Bei der Länge habe ich mich vertan, da ich die Socken im zugeschnittenen Zustand gemessen habe, diese durchs Stopfen aber noch gedehnt werden. Aber so kann die Schlange zumindest unter der Gardine, die bis zum Boden geht, herausschauen :]

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Die Trauung

10. Dezember 2014 um 14:20 Uhr (Hochzeit) ~ Drucken Drucken

WeddingWednesday2

Nach einem Jahr Vorbereitung war es Anfang Juli endlich so weit: unser Hochzeitstag stand bevor. Am Tag zuvor hatte ich noch meinen Smartie geputzt und gewienert und so stand er bereit, um mich Mittags zum Frisör zu bringen. Dort wurde ich geschminkt und frisiert und war pünktlich wieder zurück, um das Auto zu dekorieren und mich umzuziehen. Der Bräutigam hatte Hilfe von seiner Trauzeugin, um seine Frisur zu machen, und so musste sie mir auch kurz beim Kleid helfen.

2014-12-10 Brautpaar

Kurz vor der Trauung fuhren wir zum Standesamt. Wenn wir danach nicht weiter ins Restaurant gefahren wären, wär ich rüber gelaufen, da wir nur einen Katzensprung weit weg wohnen. Aber so stand das Auto eben für die Feier danach bereit. Unsere Familien und Trauzeuginnen versammelten sich vor dem Standesamt, während wir rein gingen, um noch kurz die Trauung durchzusprechen.

Schließlich war es so weit und wir gingen alle gemeinsam in den kleinen Raum. Der Standesbeamte hielt eine nette Rede und stelle schließlich die Frage. Natürlich sagten wir beide “Ja” ;) und tauschten die Ringe.

2014-12-10 Kuss

Alle gratulierten uns und wir erhielten ein Buch als Geschenk von der Stadt. Wir durften nicht gleich raus, sondern mussten noch kurz warten. Als alles bereit war und wir aus dem Rathaus gingen, sahen wir den Grund fürs Warten: ein großes Herz auf einem Laken und zwei Nagelscheren. Mit den kleinen Scheren mussten wir uns dann erst durch das Herz schneiden (Ich war schneller! :D) und hindurchsteigen.

2014-12-10 Herz

Meine frischgebackene Schwägerin köpfte die Sektflasche und alle bekamen Gläser zum Anstoßen. Die Zeit wurde außerdem noch dafür genutzt, Fotos in allen möglichen Kombinationen zu machen: Brautpaar mit Eltern, mit Geschwistern, mit Trauzeuginnen, mit Großeltern, allein, … Schließlich mussten wir aber los, da noch etwa eine Stunde Autofahrt vor uns lag. Unsere Gäste wurden auf die Autos verteilt, jedes Auto bekam noch ein Schleifchen und so versuchten wir als Konvoi bis auf die schwäbische Alb zu fahren. Das Unterfangen war nicht ganz einfach, wir wurden teilweise getrennt, fanden aber wieder zusammen. Am Ende kamen alle wohlbehalten beim Restaurant an.

Die Suche nach einem Restaurant, in dem ich vegan essen kann, es aber auch Gerichte für die ältere Generation gibt, war gar nicht so einfach gewesen. Bei einem Restaurant im Nachbarort bekam ich doch tatsächlich gekochtes Gemüse und Reis ohne Soße als Essen vorgesetzt und das, obwohl ich mich davor extra angemeldet und nachgefragt hatte, ob ein veganes Gericht möglich sei. Über eine Hochzeitsmesse fanden wir dann das Restaurant für das wir uns am Ende entschieden hatten. Beim Probeessen fühlten wir uns sehr gut aufgehoben, wurden gleich mit Namen begrüßt und das Essen ging sogar aufs Haus. Es gefiel mir auch gut, dass die Gegend so schön ländlich ist.

2014-12-10 Blumen

Ein bisschen Deko musste auch sein und so hatten wir ein lokales Blumengeschäft damit beauftragt. Da wir aber nicht nur wegen der Deko eine Stunde hinfahren wollten, kommunizierten wir ausschließlich über Telefon und E-Mail, was sich nicht so einfach gestaltete, da die Dame nicht sehr internetaffin war. Ich schickte ihr Bilder von Gestecken, die mir gefielen und schrieb, was mir wichtig war. Das Ergebnis konnte sich allerdings sehen lassen – ich war sehr zufrieden mit den kleinen Sträußen.

Weniger zufrieden war ich leider mit dem Essen. Beim Probeessen wurde mir angekündigt, dass ich am Abend aus drei Gerichten aussuchen könne. Als wir ankamen, bekam jeder eine Speisekarte, nur ich wurde mit meinem Sonderwunsch nicht bedacht. (Ich war die Braut! Wie kann man mich da einfach so vergessen?) Auf Nachfrage hatte ich dann die Wahl zwischen Salat, einem Gemüsestrudel (den ich bereits beim Probeessen gegessen hatte) und etwas Unspektakulärem, an das ich mich nicht mal mehr erinnern kann. Ich hatte ja damit gerechnet, dass ich zwischen drei richtigen Gerichten wählen könnte, ohne wieder Strudel angeboten zu bekommen – Salat ist für mich kein richtiges Gericht für eine Hochzeit. Ich entschied mich dann doch für den Strudel, da er zuvor ja lecker gewesen war. Was ich vergessen hatte: Beim Probeessen gab es noch Rösties und die waren es, weswegen ich das Gericht zuvor lecker fand, der Gemüsestrudel ansich war nur ok gewesen. Am Abend der Hochzeit gab es zwar auch Rösties, ich wusste aber nicht, dass sie vegan waren und hatte vergessen, dass ich sie bereits zuvor gegessen hatte.

2014-12-10 Essen

Der Gemüsestrudel war also eher enttäuschend. Daher freute ich mich auf den Nachtisch. Da ich keine Lust auf Sorbet hatte, entschied ich mich für den Obstsalat. Was ich dann aber bekam, erinnerte mich eher an einen Obstsalat aus der Dose. Er war in irgendwas Ekeligem eingelegt, wahrscheinlich mit Alkohol, den ich so gar nicht mag. Zuerst bekam ich nur ein kleines Schälchen, das ich probierte, dann aber stehen lies. Die Kellnerin kam erneut und brachte mir ein riesen Glas mit dem gleichen Obstsalat, da das Schälchen nur eine Verwechslung war. Also saß ich da mit einer großen Menge Obstsalat, den ich nicht mochte und hatte keinen Nachtisch … Zumindest waren meine Gäste alle zufrieden mit ihren Gerichten und auch das Obst fand bei ihnen Abnehmer.

Im Ganzen würde ich das Restaurant deswegen nicht empfehlen und ich habe es daher hier auch nicht verlinkt. Aber auch wenn das mit dem Essen nicht ganz so lief, wie ich mir das vorgestellt hatte, war es nicht so schlimm. Denn Essen ist mir nicht ganz so wichtig und die große Feier mit Gerichten, die mir auch sicher schmecken, stand ja noch fürs Wochenende an. Unsere Trauung war ansonsten reibungslos verlaufen, die Sonne hatte sich gezeigt (was im Juli dieses Jahres nicht so selbstverständlich war) und so waren wir am Abend sehr zufreiden mit unserem Hochzeitstag!

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